Familien-Osterfeier

Eine Osterfeier (besonders für

Familien mit Kindern) für daheim

Dieses Jahr wollen wir an Ostern einen Versuch starten: Wir bieten einen "Gottesdienst mit Klang" an und/oder zum Mitsingen bzw. Vorlesen. Die hier gelben Audio-Dateien kann man (am PC/Laptop) anklicken und sie dann anhören. Danach drückt man einfach auf den "Zurück-Pfeil" (meist links oben), um zu dieser Seite zurückzukommen. Wer diese Osterfeier eventuell ausdrucken möchte, => hier geht's zum pdf <=

Der folgende Gottesdienstablauf für eine „Osterfeier daheim“ ist größtenteils angelehnt an einen Entwurf der Ev. Kirchengemeinde St. Matthäus, Gaustadt; herzlichen Dank dafür! Die Mitwirkenden sind Ursula Schüll-Behr und Wolfgang Blöcker.

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Jesus lebt!

Vorbereitung
Sucht euch einen schönen Platz in der Wohnung aus, wo ihr miteinander feiern möchtet, am besten um einen Tisch. Stellt eine größere Kerze in die Mitte und haltet kleinere Kerzen mit Kerzenhalter oder (noch besser:) Teelichter bereit, so dass jede*r eine Kerze/ein Teelicht hat.
Bereitet außerdem einen kleinen Korb mit Brot vor; dazu könnt ihr eine Scheibe Brot in so viele kleine Stücke schneiden, wie bei euch am Tisch sitzen. Und schließlich braucht es für jede/n noch ein Glas oder Becher und einen Krug oder eine Flasche mit etwas Saft. Schaut euch vorher schonmal diesen Ablauf der Feier an und entscheidet, wer was vorlesen möchte und/oder was ihr euch in der Audio-Datei anhören wollt.
Die Auferstehung Jesu erzählen wir hier (gekürzt) nach „Die Kinderbibel zum Vorlesen“ von Sabine Rahn, Ellermann Verlag. So könnt ihr eure eigene Osterfeier zusammenstellen.

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Eine/r:
Wir wollen miteinander den Ostertag feiern.
Als Jesus starb, verdunkelte sich der Himmel, die Vögel verstummten, selbst die Grillen hörten auf zu zirpen. Auch wir wollen einen kurzen Moment lang still   sein.

Stille

Hören wir, was geschehen ist (Vorlesen oder Anklicken zum Anhören:  Grablegung)
Als Jesus starb, verdunkelte sich der Himmel, die Vögel verstummten, selbst die Grillen hörten auf zu zirpen. Als es Abend wurde, nahmen seine Freunde Jesu Leichnam vom Kreuz ab. Sie wickelten ihn in ein Leinentuch, in das sie wohlriechende Kräuter streuten und beerdigten ihn unter vielen Tränen in einem Felsengrab. In ganz Jerusalem sprach man an diesem Tag über die Kreuzigung Jesu.

Eine/r:
Jesus ist gestorben. Er liegt im Grab. Soldaten bewachen das Grab. Keiner darf zu ihm.

Eine/r:
Jesu Freunde sind traurig, Tränen fließen. Ein großer, schwerer Stein liegt vor dem Grab; und wie ein großer schwerer Stein fühlt sich auch die Traurigkeit in ihren Herzen an. Es klingt in ihnen wie eine traurige Melodie.

Wenn ihr wollt, könnt ihr euch solch eine traurige Musik anhören (oder mitsingen):
O Traurigkeit, o Herzeleid (eg 80)
1. O Traurigkeit, o Herzeleid! Ist das nicht zu beklagen? Gott des Vaters einigs Kind wird ins Grab getragen. / 2. O große Not! Gotts Sohn liegt tot. Am Kreuz ist er gestorben; hat dadurch das Himmelreich uns aus Lieb erworben.


Eine/r:
Aber: es bleibt nicht dunkel. Und der große Stein der Traurigkeit wird bewegt. Hört, was weiter geschah: (Vorlesen oder Anklicken zum Anhören: Der Engel am leeren Grab)

Drei Tage später, als der Sabbat vorüber war, ging Maria Magdalena mit einer anderen Frau, die ebenfalls Maria hieß, zum Grab. Auf einmal bebte die Erde. Dann zuckte ein Blitz vom Himmel und die beiden Frauen mussten die Augen schließen. Als sie die Augen wieder öffneten, sahen sie einen Engel, der den schweren Stein vom Eingang des Grabes so mühelos wegrollte, als wäre er nur eine Murmel. Die Wachen erschraken und wagten es nicht, näher zu kommen. Der Engel sprach zu den Frauen: „Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr seid hergekommen, weil ihr den Leib von Jesus mit wohlriechenden Ölen salben wollt.“ Maria nickte und der Engel fuhr fort: „Aber Jesus ist nicht mehr hier. Er ist auferstanden – genau, wie er es gesagt hat.“
Die beiden Frauen fassten einander ängstlich an den Händen. Aber der Engel winkte sie heran, damit sie sich selbst überzeugen konnten.
Das Grab war tatsächlich leer.
„Wie kann das sein?“, flüsterten die Wachen untereinander. „Wir waren doch die ganze Zeit hier und haben aufgepasst?“ Jetzt bekamen sie noch mehr Angst
Der Engel beachtete die römischen Soldaten gar nicht, sondern sprach wieder zu den beiden Frauen: „Geht zu den Jüngern und richtet ihnen aus, dass Jesus auferstanden ist.“ Maria Magdalena und ihre Freundin Maria erinnerten sich, dass Jesus oft gesagt hatte, er werde zwar sterben, aber am dritten Tage wieder auferstehen. „Danke, dass du uns das erzählt hast“, sagte Maria zu dem Engel. Dann drehten die beiden Frauen sich um und liefen zurück in die Stadt, um die Jünger zu suchen und ihnen alles zu berichten.


Eine/r:
Habt ihr’s gehört? Jesus ist auferstanden. Das Grab ist leer. Die Soldaten haut’s glatt um, und als sie wieder auf die Beine kommen, wundern sie sich.

Eine/r:
Aber die Frauen sehen, dass der Stein vom Grab weg ist, sie hören die Botschaft des Engels und spüren, wie auch der Stein der Traurigkeit in ihrem Herzen sich langsam bewegt. Jesus ist auferstanden, er lebt! Da bricht ein lauter Jubelschrei aus ihnen heraus: Halleluja!

In die Mitte des Tischs wird eine (große) Kerze gestellt und angezündet.
Wenn ihr wollt, könnt ihr dazu anhören oder mitsingen:
Halleluja (nach eg 100 Refrain)
: Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja, gelobt sei Christus, ja, Jesus lebt. :

Eine/r:
Jesus ist auferstanden - das Grab ist leer. Die Frauen sollen die Botschaft weitersagen, an die Jünger und an alle, die noch traurig sind. Und deshalb gehen sie zurück zu den anderen, doch auf ihrem Weg sind sie nicht allein.

(Vorlesen oder Anklicken zum Anhören: Begegnung mit dem auferstandenen Jesus)
Unterwegs begegnete ihnen ein Mann. Zuerst erkannten sie ihn gar nicht, aber als er sie ansprach und sagte: „Seid gegrüßt!“, wussten sie sofort, dass es Jesus war. Sie fielen vor ihm auf die Knie und senkten den Kopf, aber sie wussten nicht, was sie zu ihm sagen sollten. Jesus sagte zu ihnen: „Bitte geht zu meinen Brüdern und Schwestern und richtet ihnen aus, dass ich auferstanden bin!“ „Das tun wir, Jesus“, versprach Maria Magdalena. Aber als sie die Augen hob, war Jesus schon wieder weg.

Eine/r:
Die Frauen tragen die Botschaft weiter und das Licht, die Freude, das Leben breitet sich aus, auch hier bei uns. Deshalb geben auch wir das Licht nun weiter.

Eine/r zündet eine eigene kleine Kerze (oder ein Teelicht) an der Osterkerze in der Mitte an; dann können die kleinen Kerzen (oder Teelichter) von Person zu Person am Licht des Nachbarn/der Nachbarin angezündet werden (evtl. Anzündkerze verwenden).

Wenn alle Kerzen/Lichter brennen, kann angehört oder gesungen werden:
Meine Hoffnung und meine Freude (eg 697)
Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht: Christus, meine Zuversicht, auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht, auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht.

Die Kerzen werden in einen Halter, die Teelichter auf den Tisch gestellt.

Eine/r:
Ja, so war das. Die Frauen haben die Botschaft den Jüngern, den Freunden Jesu weitergesagt, und die haben es am Anfang kaum glauben können, aber als Jesus auch ihnen begegnet ist, da waren sie sicher. Jesus lebt. Kein Tod, kein Grab hat ihn für sich behalten können. Er ist lebendig und bei uns. Auch heute.

Eine/r:
Und deshalb grüßen sich heute die Menschen auf der ganzen Welt gegenseitig mit der Botschaft, die damals der Engel den Frauen und die Frauen den anderen Jüngern und Jüngerinnen weitergesagt haben: Der Herr ist auferstanden. – und als Antwort: Er ist wahrhaftig auferstanden.

Eine/r:
Das machen wir jetzt auch. Wir nehmen uns dazu an die Hand:
Der Herr ist auferstanden

Alle: Er ist wahrhaftig auferstanden.

Eine/r:
Und gleich nochmal:
Der Herr ist auferstanden!

Alle:   Er ist wahrhaftig auferstanden.

Eine/r:
Und weil das bis heute stimmt, können und dürfen wir mit dem auferstandenen Jesus leben - und auch feiern.
Jesus hatte mit seinen Freunden am Tag, bevor er starb, zusammen gegessen und getrunken. Und er hat bei diesem Mahl gesagt: immer, wenn ihr so zusammensitzt, und esst und trinkt, dann könnt ihr euch erinnern, dass ich lebe und mitten unter euch bin.
Wir hören, was bei diesem Abendmahl passiert ist.

(Vorlesen oder Anklicken zum Anhören: Das gemeinsame Mahl – Teil 1)

Am Abend saß Jesus mit seinen Freunden zusammen. Und er sagte: „Ich habe mich sehr danach gesehnt, mit euch zu essen und zu trinken. Es ist gut, dass wir Brot und Saft miteinander teilen. Und so wie wir das heute tun, könnt ihr und alle anderen es immer wieder tun – und dann spüren wir, dass wir zusammengehören“. Und dann nahm Jesus das Brot, das in der Mitte des Tisches lag, brach es in ganz viele Stücke und reichte sie seinen Freunden und sagte: „So wie dieses Brot bin ich; ich werde euch stärken allezeit eures Lebens. Denkt daran, wenn ihr das Brot teilt.“

Nehmt nun von eurem vorbereiteten Brot und reicht ein Stück an euren Nachbarn/ eure Nachbarin weiter. Wenn alle ein Stück in der Hand haben, dann esst euer Brotstück – und denkt daran, dass Jesus genauso mit seinen Freunden gefeiert hat.

Eine/r:
Wir hören, wie es nach dem Brotessen weiterging.
(Vorlesen oder Anklicken zum Anhören: Das gemeinsame Mahl – Teil 2)

Dann nahm Jesus den Kelch mit dem Saft der Trauben. Und er sagte zu seinen Freunden: „Und so wie dieser Saft bin ich. Ich schenke euch viel mehr als nur trockenes Brot, viel mehr als nur das, was ihr unbedingt zum Leben braucht; ich schenke euch genauso die Freude und das Genießen im Leben – so wie der Saft der Trauben vollen reichen Geschmack hat. Denkt daran, wenn ihr den Kelch teilt.“

Gießt nun von dem Saft, den ihr habt, in jeden Becher einen kleinen Schluck. Wenn alle etwas haben, dann trinkt gemeinsam – und denkt daran, dass der lebendige Jesus auch dabei in unserer Nähe ist.

Wenn alle getrunken haben kann angehört oder gesungen werden:
Kommt mit Gaben und Lobgesang (eg 229)
Kommt mit Gaben und Lobgesang, jubelt laut und sagt fröhlich Dank: Er bricht Brot und reicht uns den Wein fühlbar will er uns nahe sein. Erde, atme auf, Wort, nimm deinen Lauf! Er, der lebt, gebot: Teilt das Brot!

Eine/r:
Lasst uns beten
Lieber Gott, wir danken dir, dass wir Ostern feiern können, dass Jesus nicht im Grab und Tod geblieben ist, sondern auferstand und lebt. Das ist wunderbar!

Eine/r:
Lieber Gott, gerne würden wir mit vielen Ostern feiern; gerne würden wir unsere Großeltern, Verwandten und Freunde sehen. Vieles davon geht im Moment nicht.
Wir bitten dich, sei bei allen, die wir liebhaben. Lass auch sie die Osterfreude spüren.

Eine/r:
Lieber Gott, viele Menschen sind krank. Beschütze sie. Viele Kinder sind arm oder auf der Flucht. Begleite sie. Viele sind traurig. Tröste sie.

Eine/r:
Und alles, was wir noch auf dem Herzen haben, sagen wir mit dem Gebet, das Jesus uns geschenkt hat.

Alle:
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Eine/r:
Der lebendige Gott, der Jesus von den Toten auferweckt hat und auch uns neues Leben schenkt, segne uns. Gott lasse seine Ostersonne über uns leuchten. Gott gehe mit uns auf unserem Weg. Gott schenke uns und allen Menschen dieser Welt Seinen Frieden. Amen.

Orgelspiel zum Schluss (Musik anhören oder Mitsingen): Die Sonne geht auf (eg 556)
1. Die Sonne geht auf: Christ ist erstanden! Die Nacht ist vorbei: Christ ist erstanden! Die Sonne geht auf. Vergessen sind Ängste, Not, Kummer und Schmerzen, wir atmen freier und singen von Herzen: Die Sonne geht auf; Christ ist erstanden! Die Nacht ist vorbei.

Schön, dass ihr mitgefeiert habt! Frohe Ostern!!!